Die Haut, in der wir leben

Unsere Haut zeigt, wie es uns geht und wie wohl wir uns in ihr fühlen. Dieses erstaunliche Organ, das uns nahtlos umgibt, ist an manchen Stellen dünner als ein Blatt Papier. Am Augenlid ist die obere Hautschicht, die Epidermis, nur 0,03 Millimeter dick, an der Fußsohle kann sie hundertmal stärker sein (bis zu 4 Millimeter). Das zeigt, wie verletzlich die Haut an manchen Stellen ist – eigentlich viel zu zart, um uns vor all den Umwelteinflüssen zu schützen, denen wir im Lauf des Lebens ausgesetzt sind.

Unsere Haut ist ein spannendes Organ. Sie bietet uns Schutz, produziert Hormone und dient unserem Körper als Klimaanlage. Mit zwei Quadratmetern ist sie ungefähr so groß wie ein Tischtuch. Die Haut ist unsere Verbindung und zugleich Abgrenzung zur Außenwelt. Sie ist der Spiegel der Seele. Ein Blick auf die Haut verrät unserem Gegenüber sehr schnell, wie es uns wirklich geht. Wenn wir uns erschrecken, wird sie blass, schämen wir uns, schimmert sie rötlich und bei Stress lässt unsere Haut Pickel sprießen. Die Stimme können wir verstellen, die Körpersprache beherrschen, aber unsere Emotionen lassen sich dennoch nicht verbergen: Unsere äußere Hülle verrät gnadenlos, wie es in unserem Inneren aussieht.

Die Haut ist neben all dem ebenfalls ein wichtiger Attraktivitätsfaktor. Dabei geht es gar nicht um Faltenfreiheit, sondern vielmehr um einen Teint, der strahlt und frisch und vital erscheint. Eine glatte und ebenmäßige Haut signalisiert Gesundheit – und das finden wir begehrenswert. „Makellose Haut ist das am häufigsten gewünschte menschliche Merkmal“ – eine äußerst zutreffende Aussage, die dem bekannten Zoologen Desmond Morris zugeschrieben wird. Sie zeigt, wie wichtig der Zustand unserer Haut auch für die Kommunikation mit unseren Mitmenschen ist. Unsere äußere Hülle stellt quasi unsere „Visitenkarte“ dar, mit der wir unsere Umwelt über die eigene Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensstil und sogar Fruchtbarkeit informieren.

Die Haut zeigt – anders als unsere inneren Organe – gnadenlos, was ihr fehlt. Ob wir unter einer Zuckerkrankheit leiden, die Arterien nicht mehr gut durchblutet oder die Knochen brüchig sind, sieht man uns nicht auf den ersten Blick an (auf den zweiten manchmal schon). Hautkrankheiten, vor allem, wenn sie das Gesicht oder die Hände betreffen, lassen sich nur schlecht verbergen. Auffallende Veränderungen der Haut belasten Betroffene deshalb psychisch manchmal ähnlich stark wie viel bedrohlichere Erkrankungen der inneren Organe. Das alles macht die Haut zu etwas Besonderem, das unseren Schutz und unsere Zuwendung verdient. Und wenn wir uns gut um unsere äußere Hülle kümmern, dann werden wir dafür auch belohnt. Und hierbei möchte ich Ihnen in meinem Kosmetikstudio in Münster helfen.